Italiens Fonds für interprofessionelle Ausbildung: Öffentlich geförderte Weiterbildungsmaßnahmen für KKMU

Bereitgestellt von: idp

Die interprofessionellen Ausbildungsfonds Italiens („Fondi Paritetici Interprofessionali“) stellen ein bewährtes und hoch skalierbares Modell zur Finanzierung betrieblicher Weiterbildung dar. Sie wurden durch das Gesetz 388/2000 eingeführt und werden gemeinschaftlich von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen verwaltet. Finanziert werden sie durch eine Lohnabgabe in Höhe von 0,30 %, die Unternehmen zur gezielten Weiterbildung ihrer Beschäftigten nutzen können.
Insbesondere KKMU profitieren davon, da sie passgenaue Weiterbildungen ohne direkte Kosten in Anspruch nehmen können – ein großer Vorteil für Betriebe mit begrenzten Ressourcen. Gefördert werden Weiterbildungen zu vielfältigen Themen: von branchenspezifischen technischen Inhalten über rechtliche Neuerungen bis hin zu digitalen Kompetenzen und Managementtrainings.
Durch die dezentrale Organisation lassen sich Weiterbildungsangebote flexibel an regionale und sektorale Bedürfnisse anpassen. Die Fonds sind zu einem Grundpfeiler der italienischen Weiterbildungsstrategie geworden. Ihr Konzept unterstützt die Ziele des NICE-Projekts in besonderer Weise: Sie tragen zur Demokratisierung lebenslangen Lernens bei und stärken gezielt die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von KKMU.
 


Referenzlink / Zusätzliche Ressourcen

https://unevoc.unesco.org/countryprofiles/docs/UNESCO_Funding-of-Training_Italy.pdf
 

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